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Die jungen Wilden der Schweizer Finanzbranche schliessen sich zusammen

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May 19, 2014

Die Finanzbranche befindet sich mitten im digitalen Strukturwandel. Die Relevanz webbasierter Technologien und das veränderte Kundenverhalten nimmt stark zu. Der Wandel wird verstärkt, indem Fintech-Startup Unternehmen Druck ausüben und innovative digitale Lösungen lancieren. Sie brechen damit die traditionellen Wertschöpfungskette.

 

Um mehr Sichtbarkeit zu erhalten, haben sich drei Schweizer Startups zusammengetan und die Swiss Finance Startups (SFS) gegründet. Sie tragen Jeans und Sneakers statt Anzug und Krawatte. Man duzt sich und trifft sich bei einem Bier statt in gläsernen Bürotürmen zur Evaluierung digitaler Businessmodelle. Sie verstehen sich als die “jungen Wilden” der Schweizer Finanzbranche: die Startups Knip, Contovista und DealMarket. Ein Ziel haben die jungen Unternehmen gemein: Sie wollen Innovationen und die Digitalisierung der Banking- und Versicherungslandschaft vorantreiben und dabei neue Wege gehen. Wege, für die grosse Unternehmen zu unflexibel, zu langsam oder zu wenig innovativ sind.

“Als junge Unternehmen haben wir den Vorteil kurzer Entscheidungswege und schaffen so viel Freiraum für unternehmerisches, kreatives Handeln”, sagt Christina Kehl, Mitgründerin von Knip. “Für uns ist es immer wieder verwunderlich wie wenig der Durchschnittsschweizer über die innovativen, jungen Unternehmen des Landes weiss.

 

Wir alle arbeiten mit Hochdruck in den Technologien und Produkten der Zukunft, die hoffentlich jeder Schweizer in 10 Jahren nutzen wird.” Für mehr Sichtbarkeit in der Finanzindustrie und auch in der Öffentlichkeit haben sich die Gründer von DealMarket, Contovista und Knip zusammen getan und die SFS – Swiss Finance Startups als Interessenvertretung gegründet. Dabei werden Sie auch von in der Finanzszene bekannten Unternehmern wiel Marc P. Bernegger (Next Generation Finance) und Rino Borini (financialmedia AG) unterstützt.

 

“Für den hiesigen Finanzplatz ist die Bündelung der Kräfte von jungen und innovativen Finanz-Startups eine Bereicherung. In anderen Branchen gab es durch die Digitalisierung bereits vor vielen Jahren grosse strukturelle Veränderungen und diese stehen nun auch der Finanzbranche bevor. Das stark zunehmende Interesse an neuen Austauschplattformen wie z.Bsp. der Finance 2.0-Konferenz vom 21. Mai in Zürich, bestätigt diesen Trend”, meint der Internet-Unternehmer Marc P. Bernegger dazu.
“Die Schweiz hat das Potenzial zu einem führenden Finance 2.0 Standort zu werden. Dazu braucht es aber auch kreative und innovative FinTech-Startups und es braucht Gehör bei den Finanzdienstleistern, schliesslich überzeugen Banken nicht wirklich mit Innovation. Diese Plattform gibt den Jungunternehmen eine Stimme und fördert den Dialog unter allen Stakeholdern”, ist Rino Borini überzeugt.

 

Die SFS – Swiss Finance Startups ist eine Organisation, die zum einen den Austausch junger Schweizer Finanzunternehmen unter einander fördern, zum anderen aber auch Aufmerksamkeit bei den etablierten Finanzinstituten schaffen möchte. In Zukunft ist geplant, das junge Netzwerk um weitere Finanz Startups zu erweitern. “Eine Zusammenarbeit der etablierten Player der Finanzbrache mit innovativen Startups ist ein vielversprechendes Modell um den Schweizer Finanzplatz zu modernisieren.

 

Banken und Versicherungen profitieren von der Agilität und Innovationskraft der Startups und diese profitieren von der Reichweite der Finanzinstitute. Win-Win”, so Gian Reto à Porta, Mitgründer von Contovista.

 

Es wäre toll, wenn wir mit der Öffentlichkeitsarbeit der SFS – Swiss Finance Startups mehr junge Menschen zum Gründen bewegen könnten. Unternehmertum hat einen positiven Einfluss auf die ganze Gesellschaft. Wir wollen etwas in der Schweizer Finanzbranche bewegen und für den Kunden Neues und Positives schaffen – dabei fordern wir die erfahrenen Unternehmen und bestehenden Strukturen ständig heraus”, sagt Dennis Just, Mitgründer von Knip.

 

Der Zusammenschluss der Schweizer Finanz Startups mache für alle Beteiligten Sinn, so Urs Haeusler, Geschäftsführer von DealMarket. “Die Schweizer Startup Szene ist nicht gross und man kennt sich, teilweise schon seit Jahren. Wir wollen in Zukunft Synergien besser nutzen und uns gegenseitig unterstützen – sei es bei der Investorensuche, mit Industriekontakten oder bei gemeinsamen Entwicklungsprojekten”, so Urs Haeusler.

 

Die SFS – Swiss Finance Startups wurde von Christina Kehl, Dennis Just (beide Knip AG), Gian Reto à Porta, Nicolas Cepeda, Fabio Bernasconi (alle Contovista AG) und Urs Haeusler (DealMarket) im Mai 2014 in Zürich gegründet.

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